Wir haben ganze Städte gebaut, um eine konsistente, technisch belastbare Designsprache zu entwickeln.
Das Corporate Industral Design für Hamilton
Die Entwicklung eines Corporate Industrial Designs für Hamilton bedeutete, zwei sehr unterschiedliche kulturelle und gestalterische Ansätze in ein konsistentes, technisch belastbares System zu überführen.
Die hohe Präzision und Detailtiefe der Schweizer Ingenieurstradition trifft hier auf die selbstbewusste Klarheit und visuelle Präsenz der amerikanischen Markenwelt.
Das Ergebnis ist ein bewusst reduziertes, aber hochflexibles Designsystem. Es arbeitet mit klar definierten Geometrien, großen funktionalen Radien und einer konsequenten Flächenlogik. Das Erscheinungsbild ist eigenständig, markant und über alle Produktkategorien technisch wie gestalterisch skalierbar.
Auf den ersten Blick wirkt das Design wie eine Reduktion auf nur zwei Flächen
Die Grundidee des Corporate Industrial Designs basiert nicht alleine auf „zwei Flächen“, sondern auf zwei ineinandergreifenden Gehäuse-Halbschalen.
Diese bilden gemeinsam den vollständigen Grundkörper des Geräts.
Jede Halbschale umfasst mehrere Geräteflächen und greift präzise in die jeweils andere ein. Großzügige Radien sorgen für weiche Übergänge, während klar geführte Trennkanten die Struktur sichtbar machen. So entsteht eine geschlossene, ruhige Gesamtform mit klarer technischer Ordnung.
Dieses Prinzip erlaubt es, die Gerätegeometrie entweder über horizontale oder vertikale Radienverläufe zu definieren – je nach funktionalen, ergonomischen oder produktspezifischen Anforderungen.
Die Aufteilung in zwei Halbschalen ermöglicht zudem eine klare funktionale Zuordnung von Bedien-, Technik- und Servicebereichen innerhalb der Gehäusestruktur.
U.S.A. und Schweiz verbinden sich
Die U.S.A. stehen für Präsenz, Klarheit und visuelle Stärke – ausgedrückt durch das dunkle, blaue Gehäuseelement.
Die Schweiz steht für Präzision, Zurückhaltung und technische Exaktheit – verkörpert durch das helle, weiße Gehäuseelement.
Beide Halbschalen greifen sichtbar ineinander.
Semantisch entsteht ein bewusst lesbares Bild: zwei Elemente, die sich „die Hand geben“.
Das Design transportiert damit Vertrauen, Partnerschaft und technische Verlässlichkeit – gegenüber Anwendern, Kunden und Partnern gleichermaßen.
Durch die klare Trennung in zwei gleichwertige, farblich definierte Gehäuseelemente lässt sich das Design flexibel an unterschiedliche regionale Markt- und Markenpräferenzen anpassen.
Ob ein höherer Anteil dunkler oder heller Flächen gewünscht ist, beeinflusst das Erscheinungsbild, nicht jedoch die zugrunde liegende Designlogik.
So bleibt das Corporate Industrial Design über Länder, Produktlinien und Generationen hinweg konsistent.
Das Prinzip der ineinandergreifenden Halbschalen ist vollständig skalierbar.
Es funktioniert gleichermaßen für kompakte Table-Top-Geräte wie für größere, technisch komplexe Systeme.
Unabhängig von der Gerätegröße bleibt die formale Grundidee klar erkennbar und technisch beherrschbar.
Bei steigender technischer Komplexität – etwa durch große Displays, zusätzliche Funktionsmodule oder erhöhte Anforderungen an Ergonomie und Servicezugang – kann die Geometrie der Halbschalen gezielt angepasst werden.
Die Grundlogik bleibt erhalten, während die Flächen- und Radienführung an neue funktionale Randbedingungen angepasst wird.
So entsteht kein Sonderdesign, sondern eine konsequente Weiterentwicklung innerhalb des CID-Systems.
Die Produkte sind sowohl aus der Distanz als auch im Detail eindeutig als Hamilton-Geräte identifizierbar.